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Strahlmittel FAQ: Körnung, Anwendung und Lieferung

Ausführliche Antworten zu Körnung, Kompressor, Druck, Arbeitsschutz, Lieferung und Entsorgung für Kauf und Anwendung von Strahlmitteln.

Details, die vor der Bestellung wichtig sind

Die folgenden Antworten behandeln Verbrauch, Düsenabstand, Druckeinstellung, Kompressorleistung, Lieferzeit und den Umgang mit Strahlrückständen – jeweils mit den Richtwerten aus der Praxis.

Weitere Fragen zu Strahlmittel

01. Liefern Sie auch nach Österreich oder in die Schweiz?

Aktuell liefern wir ausschließlich innerhalb Deutschlands. Eine Erweiterung auf weitere Länder ist in Planung.

02. Wie bestelle ich Strahlmittel – Schritt für Schritt?

Ganz einfach: Beim Bestellen Körnung und Menge wählen, dann als Zahlungsart PayPal oder Banküberweisung festlegen. Mit PayPal übernimmt PayPal Namen und Lieferadresse automatisch aus Ihrem Konto – einfach den PayPal-Button nutzen. Für die Banküberweisung Name, E-Mail-Adresse und Lieferadresse eintragen und auf „Bestellung fortsetzen“ klicken. Die Bestellbestätigung kommt direkt im Anschluss per E-Mail, bei Überweisung mit Zahlungsinformationen und Verwendungszweck. Nach Zahlungseingang liefern wir per DHL in 2–5 Werktagen.

03. Wie lange hält ein 25 kg Sack Strahlmittel?

Das hängt stark vom Projekt ab, und eine verlässliche Zahl je Fahrzeugtyp gibt es nicht: Rostgrad, Blechfläche, Düse und Strahldruck verändern den Verbrauch von Fall zu Fall erheblich – ein kleines Bauteil wie ein Fahrradrahmen braucht sichtbar weniger als eine komplette Karosserie. Am verlässlichsten ist ein kurzer Testlauf an einer unauffälligen Stelle: Der dort ermittelte Verbrauch lässt sich auf die Gesamtfläche Ihres Projekts hochrechnen.

04. Wie lagere ich Strahlmittel richtig?

Kupfersilikatschlacke muss trocken gelagert werden. Feuchtigkeit lässt das Granulat verklumpen und verstopft die Strahldüse. Originalverpackung dicht verschlossen und trocken lagern; direkten Kontakt mit feuchtem Boden vermeiden. Bei trockener Lagerung über Jahre haltbar.

05. Welche Körnung für Fahrradrahmen?

Für Fahrradrahmen empfehlen wir 0,2–0,5 mm oder 0,2–0,8 mm. Der Rahmen besteht oft aus dünnwandigem Stahl. Grobe Körnungen erzeugen zu viel Abtrag und können dünne Rohre beschädigen oder Verzug verursachen. Richtwerte: 2–4 bar (Niederdruck), 20–30 cm Düsenabstand.

06. Kann ich Strahlmittel für Felgen verwenden?

Für Stahlfelgen: ja, Körnung 0,2–0,8 mm ist ideal. Für Alufelgen: nein. Kupfersilikatschlacke enthält Eisenoxid und hinterlässt auf Aluminium und Edelstahl nicht entfernbare Rostflecken. Für Alufelgen sollte ein geeignetes eisenfreies Strahlmittel separat geprüft werden.

07. Was ist der Unterschied zwischen Sandstrahlen und Druckluftstrahlen?

„Sandstrahlen“ ist der umgangssprachliche Begriff – „Druckluftstrahlen“ die korrekte Bezeichnung. Nach öffentlich zugänglichen Arbeitsschutzinformationen (TRGS 559, DGUV-Regel 109-607 Kapitel 3.8.3) ist quarzhaltiges Strahlgut beim offenen Druckluftstrahlen stark eingeschränkt. Das Verfahren bleibt Druckluftstrahlen mit Staubschutzpflicht und Einzelfallprüfung.

08. Was mache ich mit dem verbrauchten Strahlmittel?

Die Entsorgung gebrauchten Strahlmittels hängt vom gestrahlten Untergrund, möglichen Beschichtungen, Verunreinigungen (z. B. Lack, Rost, Altbeschichtungen) und den örtlichen Vorgaben ab. Bitte prüfen Sie den konkreten Fall mit der zuständigen lokalen Stelle, einem Entsorgungsfachbetrieb oder anhand offizieller Informationen. Diese Seite gibt keine Entsorgungsfreigabe und ersetzt keine Prüfung im Einzelfall.

09. Brauche ich einen Gewerbeschein um Strahlmittel zu kaufen?

Nein. Strahlmittel kann jede Privatperson ohne Gewerbeanmeldung kaufen. Für den Eigengebrauch (Hobbyisten, Oldtimerrestaurierung, Heimwerker) ist kein Nachweis erforderlich. Gewerbliche Abnehmer können auf Wunsch eine Rechnung mit Umsatzsteuerausweis erhalten – bitte bei der Bestellung angeben.

10. Wie lange dauert die Lieferung nach Zahlungseingang?

Nach Zahlungseingang beträgt die Lieferzeit in der Regel 2–5 Werktage. Wir versenden werktags so schnell wie möglich per DHL. Bei Banküberweisung beginnt die Lieferfrist nach Zahlungseingang.

11. Kann ich Strahlmittel auch für Holz verwenden?

Ja, aber nur bedingt. Für Holz empfehlen wir ausschließlich die feinste Körnung 0,1–0,4 mm bei niedrigem Druck (Richtwert 1,5–3 bar). Damit lassen sich alte Lacke und Vergrauungen entfernen, ohne die Holzfasern zu beschädigen. Grobe Körnungen reißen das Holz auf und zerstören die Oberfläche. Nach dem Strahlen muss das Holz sofort geschliffen und versiegelt werden.

12. Wie viel freie kristalline Kieselsäure enthält das Strahlmittel?

Laut technischem Datenblatt liegt der Anteil freier kristalliner Kieselsäure im Strahlmittel bei maximal 1 %, der Rest des Siliziums ist chemisch gebunden. Damit bleibt das Material klar unter der Vorgabe aus TRGS 559 (Ausgabe April 2020, Abschnitt 4.2.1), wonach beim Strahlen nur Mittel mit höchstens 2 Gewichts-% kristallinem Siliciumdioxid verwendet werden sollen. Diese Vorgabe betrifft die Materialauswahl und legt nicht fest, ob der beim Strahlen tatsächlich entstehende Staub als quarzhaltig einzustufen ist – das hängt von der alveolengängigen Fraktion des jeweiligen Mischstaubs und damit vom Einzelfall ab. Atemschutz und Staubkontrolle bleiben deshalb in jedem Fall Pflicht.

13. Wie ist der Preis pro 25-kg-Sack?

Ein 25-kg-Sack Kupferschlacke-Strahlmittel kostet 21,49 € (rechnerisch 0,86 €/kg), versandkostenfrei per DHL innerhalb Deutschlands. Alle 8 Körnungen sind zum gleichen Preis erhältlich; die Bestellung läuft direkt über die gewählte Körnung.

14. Was ist der Unterschied zwischen Strahlsand, Strahlgut, Strahlschlacke und Strahlmittel?

Diese Begriffe werden im Alltag oft synonym verwendet. „Strahlmittel“ ist der Oberbegriff – er umfasst alle Materialien, die beim Sandstrahlen eingesetzt werden. „Strahlgut“ und „Strahlsand“ sind umgangssprachliche Bezeichnungen. „Strahlschlacke“ bezeichnet Strahlmittel aus industriellen Schlacken – wie Kupfersilikatschlacke. Der Begriff „Sandstrahlen“ stammt aus einer Zeit, als echter Sand eingesetzt wurde; heute sollte die Materialwahl nach Datenblatt, Untergrund, Körnung und Arbeitsschutz geprüft werden.

15. Wie hoch ist der Verbrauch pro Quadratmeter Stahl?

Der Verbrauch hängt stark von Ihrer Ausrüstung und dem Zustand der Fläche ab. Bei offener Strahltechnik ohne Rückführung des Materials brauchen Sie spürbar mehr als in einer geschlossenen Anlage mit Recycling – dazu kommen Düsendurchmesser, Druck und der Rostgrad als weitere Stellschrauben. Eine pauschale Zahl wäre daher unehrlich: Am zuverlässigsten ermitteln Sie Ihren tatsächlichen Verbrauch vorab an einer kleinen Musterfläche und rechnen die Menge von dort auf Ihr Projekt hoch.

16. Wie hoch ist der Verbrauch pro Quadratmeter Beton?

Für Beton gibt es keine Normangabe in kg pro m² – die CSP-Stufe wird über Vergleichsmuster nach ICRI beurteilt, nicht über den Materialverbrauch. Beton ist deutlich saugfähiger als Stahl, der tatsächliche Verbrauch hängt stark von Festigkeitsklasse, Karbonatisierung, Anteil von Beschichtungen oder Putz sowie der eingesetzten Ausrüstung ab und ist im Einzelfall zu ermitteln.

17. Wie lange darf gestrahlter Stahl ohne Grundierung bleiben?

Richtwerte aus der Praxis: bei rund 50 % Luftfeuchte und 20 °C kann frisch gestrahlter Stahl nach etwa 2–4 Stunden beginnen zu reoxidieren (Flugrost), bei höherer Luftfeuchte oder im Außenbereich teils deutlich früher. Empfohlen wird daher, die Grundierung möglichst noch am selben Tag, idealerweise innerhalb von 1–2 Stunden, aufzubringen. Tatsächliche Werte hängen von Klima, Untergrund und Beschichtungssystem ab.

18. Welches Profil (Rz) erreicht Kupferschlacke für 2K-EP-Lackierung?

Das erreichte Rauheitsprofil hängt stark von Druck, Abstand und Winkel ab und ist im Einzelfall mit einem Rauheitsvergleichsmuster nach ISO 8503 zu prüfen. Als grobe Tendenz gilt: Feinere Körnung (0,2–0,8 mm) erzeugt ein feineres Profil, das für viele 2K-Epoxid-Grundierungen infrage kommt; gröbere Körnung (0,5–1,4 mm) erzeugt ein gröberes Profil und wird oft für dickschichtige Industriebeschichtungen eingesetzt.

19. Welcher CSP-Wert nach ICRI ist mit Kupferschlacke auf Beton möglich?

Erfahrungsgemäß lässt sich mit feiner Körnung (0,1–0,4 mm) bei niedrigem Druck ein Profil im Bereich CSP 3 (leichtes Sandstrahlprofil, unterste mit Strahlverfahren übliche Stufe) anstreben. Gröbere Standard-Körnungen wie 0,5–1,4 mm oder 0,5–2,0 mm werden oft für 2K-Epoxid- und PU-Bodensysteme eingesetzt. Die tatsächlich erreichte Stufe ist vor Beschichtungsauftrag mit ICRI-Vergleichsmustern zu prüfen.

20. Kann ich Edelstahl mit Kupferschlacke strahlen?

Nein. Kupfersilikatschlacke enthält Eisenoxidanteile, die auf Edelstahl Eisenkontaminationen hinterlassen und dort später zu Flugrost führen können. Für Edelstahl sollte ein geeignetes nichteisenhaltiges Strahlmittel separat geprüft werden.

21. Welche Körnung eignet sich für Naturstein?

Für Naturstein wie Sandstein, Granit oder Marmor empfehlen sich erfahrungsgemäß nur die feinsten Körnungen 0,1–0,4 mm oder 0,2–0,5 mm bei niedrigem Druck (Richtwert 2–3 bar). Gröbere Körnungen können Steinoberflächen ausbrechen oder beschädigen. Eignung für den konkreten Stein im Einzelfall mit einem Probefeld prüfen.

22. Welcher Düsenabstand zum Werkstück ist richtig?

Bewährter Richtwert: 15–30 cm Abstand der Strahldüse zur Oberfläche. Bei dünnem Karosserieblech eher 25–30 cm und niedrigerer Druck. Bei Beton und schwerem Stahl werden in der Praxis oft 15–20 cm bei höherem Druck eingesetzt. Strahlwinkel typisch 45–80°, frontale 90°-Anwendung auf dünne Bleche wird in der Regel vermieden.

23. Welches Düsenmaterial sollte ich wählen?

Für Hobbyeinsatz reichen häufig Keramikdüsen mit einer typischen Standzeit von etwa 8–20 Stunden mit Schlacke. Für regelmäßigen Einsatz werden oft Wolframkarbid oder Borkarbid verwendet. Bei hartem Strahlgut wie Schlacke liegen beide eher am unteren Ende der üblichen Standzeitangaben, Borkarbid hält dabei deutlich länger als Wolframkarbid und kann wirtschaftlich vorteilhaft sein – die genaue Standzeit schwankt je nach Düse stark. Tatsächliche Standzeiten hängen zusätzlich von Düsendurchmesser, Druck und Mediendurchsatz ab.

24. Wie verhindere ich Verzug auf dünnem Karosserieblech?

Drei häufig genannte Hebel: feine Körnung wählen (0,2–0,5 mm oder 0,2–0,8 mm), Druck reduzieren (Richtwert 2–4 bar) und Düsenabstand vergrößern (Richtwert 25–30 cm). Zusätzlich nicht punktuell verharren, sondern in gleichmäßigen Bahnen über das Blech führen, bei großen Flächen abschnittsweise arbeiten und das Blech zwischendurch abkühlen lassen.

25. Wie viel Sack benötige ich für ein komplettes Auto?

Eine pauschale Sackzahl können wir seriös nicht nennen: Zwischen einer reinen Außenhaut-Restaurierung und einer Komplettrestaurierung mit Bodengruppe und Radläufen liegt eine große Spannweite, und Rostgrad, Ausrüstung und Arbeitsweise verschieben den Bedarf zusätzlich. Strahlen Sie deshalb zuerst einen überschaubaren Bereich, ermitteln Sie daraus Ihren Verbrauch pro Fläche und rechnen Sie diesen auf das gesamte Fahrzeug hoch. Wir empfehlen, mit etwas Reserve zu bestellen, damit die Arbeit nicht mittendrin wegen eines fehlenden Sacks pausiert.

26. Was ist die Maximalbestellmenge im Online-Shop?

Pro Körnung sind im Warenkorb bis zu 100 Säcke à 25 kg möglich; für größere Mengen einer einzelnen Körnung bitte per E-Mail anfragen. Der Versand erfolgt per DHL innerhalb Deutschlands; weitere Logistikarten werden auf der Website nicht angeboten.

27. Wie wird der 25-kg-Sack geliefert?

Versand erfolgt per DHL als Standardpaket. Jeder Sack ist als Einzelpaket adressiert. Ab 5 Säcken empfehlen wir Annahme an einem Ort mit Sackkarre oder Hubwagen. Die übliche Lieferzeit innerhalb Deutschlands beträgt 2–5 Werktage nach Zahlungseingang; in Einzelfällen kann die Lieferung länger dauern.

28. Sind die Preise inklusive Mehrwertsteuer?

Ja. Alle Preise auf kupferstrahl.de enthalten die in Deutschland gültige Mehrwertsteuer von 19 %. Auf der Rechnung ist die MwSt separat ausgewiesen, sodass gewerbliche Kunden sie als Vorsteuer geltend machen können. Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei.

29. Wie viel Strahlrückstand fällt nach der Arbeit an?

Eingesetztes Strahlmittel zerfällt teilweise zu Feinstaub. Praxiswert: Das Rückstandsvolumen liegt in der Größenordnung des eingesetzten Materials, kann bei stark belasteten Oberflächen mit abgetragenem Lack oder Rost aber deutlich höher liegen. Sammlung in einem dichten Behälter empfohlen. Die Entsorgung hängt vom gestrahlten Untergrund, möglichen Verunreinigungen (Lack, Rost, Altbeschichtungen) und den örtlichen Vorgaben ab – bitte prüfen Sie den konkreten Fall mit der zuständigen lokalen Stelle oder einem Entsorgungsfachbetrieb.

30. Funktioniert ein Magnet zum Aufsammeln von Strahlrückständen?

Nur bedingt. Kupfersilikatschlacke ist überwiegend nicht magnetisch – der Eisenanteil liegt im Silikat gebunden vor. Ein starker Neodym-Magnet zieht jedoch die abgestrahlten Eisen- und Stahlpartikel aus den Rückständen. Für die Trennung von Strahlmittel und Metallabrieb ist das praktisch; das Restmaterial bleibt unmagnetisches Granulat.

31. Welche TRGS und DGUV-Regeln sind für Strahlarbeiten relevant?

Für gewerbliche Strahlarbeiten in Deutschland sind insbesondere TRGS 559 (Quarzhaltiger Staub), DGUV-Regel 109-607 (Branche Metallbau, Kapitel 3.8.3 Strahlen) sowie GefStoffV einschlägig; sie richten sich an Arbeitgeber und Beschäftigte. Sie regeln Strahlmittelauswahl, Schutzausrüstung, Frischluftversorgung im Strahlhelm und Staubabsaugung. Wer privat strahlt, ist rechtlich nicht an diese Regelwerke gebunden, sollte die dort beschriebenen Schutzmaßnahmen – Atemschutz, Schutzbrille, Handschuhe – aber genauso anwenden, weil der Staub unabhängig vom rechtlichen Rahmen gesundheitsschädlich bleibt. Die Texte sind über die BAuA und DGUV öffentlich einsehbar.

32. Wie unterscheidet sich Kupferschlacke von anderen mineralischen Strahlmitteln?

Kupfersilikatschlacke (Eisensilikat) ist ein scharfkantiges mineralisches Einwegstrahlmittel. Andere Strahlmittelklassen können sich bei Kreislauf, Kornform, Oberflächenprofil und Maschinenkonzept deutlich unterscheiden. Welches Material passt, hängt vom Untergrund, Zielprofil, Verfahren und Arbeitsschutz ab.

Normen & Quellen

Kupferschlacke (Kupferhüttenschlacke) gehört zur Materialgruppe „Copper Refinery Slag“, die in der Norm DIN EN ISO 11126-3 (dinmedia.de) beschrieben ist. Arbeiten mit Strahlmitteln und Staubschutz regelt die TRGS 559 (baua.de).

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