Anwendung · Strahlmittel Metall vor Pulverbeschichtung vorbereiten
Metall vor Pulverbeschichtung vorbereiten: Rost, Lack und Altbeschichtung gezielt entfernen und sauber an den Beschichter übergeben. 25 kg, DHL gratis.
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Gemeint ist, wie Metalloberflächen vor dem Pulverbeschichten freigelegt, kontrolliert und sauber vorbereitet werden. Das betrifft alle, die Teile zum Beschichter geben oder selbst vorbereiten: Welche Altbeschichtung muss ganz weg, welche darf bleiben, und wie sieht ein Untergrund aus, auf dem Pulver dauerhaft haftet? Dabei geht es um Metallteile aller Art – von Felgen und Rahmen über Maschinenteile bis zu Geländern und Kleinteilen aus der Werkstatt. Im Mittelpunkt steht das Verständnis, dass Pulverbeschichtung nur so gut ist wie der Untergrund darunter: Rost, Altlack und Fett kommen durch die Beschichtung irgendwann wieder durch, deshalb entscheidet die Vorbereitung über die Lebensdauer des gesamten Aufbaus. Wichtig sind tragfähiger Untergrund, vollständig entfernte Altbeschichtung und eine nachvollziehbare Übergabe an den nächsten Prozessschritt. In der Praxis heißt das: Das Teil wird gestrahlt, bis Rost und Altbelag gelöst sind und ein gleichmäßig aufgerautes Metallbild steht. Anschließend wird es von Strahlmittelresten und Staub befreit, entfettet und trocken zum Beschichter gebracht. Wer selbst strahlt, sollte mit dem Beschichter vorher klären, welchen Oberflächenzustand er erwartet – manche Betriebe übernehmen nur die Beschichtung und verlangen die Vorbereitung komplett, andere bieten das Strahlen gleich mit an. Für die Eigenleistung spricht der Preis und die Kontrolle über das Ergebnis, für den Komplettservice die Verantwortung aus einer Hand. Beschichtungssysteme unterscheiden sich. Eine pauschale Garantie für jedes System gibt es deshalb nicht. Was in jedem Fall gilt: Pulver, das auf Rost oder Altlack gelegt wird, haftet schlecht und platzt an genau diesen Stellen zuerst ab – die Ursache liegt dann nicht am Pulver, sondern an der Vorbereitung. Ebenso wichtig ist die Zurückhaltung bei empfindlichen Teilen: Dünne Bleche und filigrane Bauteile werden mit feiner Körnung und moderatem Druck bearbeitet, damit sie sich nicht verziehen. Und weil das Teil nach dem Strahlen blank ist, beginnt die Uhr zu laufen: Bis zur Beschichtung sollten Stunden bis wenige Tage vergehen, nicht Wochen, sonst holt den blanken Stahl der Flugrost wieder ein. Entscheidend ist ein kontrollierter Zustand vor dem Beschichter, nicht ein bloß möglichst aggressiver Strahlvorgang. Das Ergebnis der Vorbereitung lässt sich an drei Punkten prüfen: Die Fläche ist frei von Rost und Altbeschichtung, sie ist gleichmäßig aufgeraut und sie ist sauber, trocken und fettfrei. Wer diese drei Bedingungen erfüllt, übergibt ein Teil, auf dem Pulver zuverlässig haften kann. Bis zum Beschichtungstermin wird das Teil trocken gelagert und möglichst nicht mit bloßen Händen angefasst. Ist der Beschichter weit weg oder der Termin verschiebt sich, lohnt eine dünne Schutzmaßnahme wie ein konservierender Zwischenanstrich, der vor dem eigentlichen Pulvern wieder abgeht – das klärt man am besten direkt mit dem Beschichtungsbetrieb.